Kommentar | vom 19.01.2023
Bereich: Wirtschaft 
Rentensystem unter Druck

Die Wirtschaftsweise Monika Schnitzer fordert angesichts des demografischen Wandels in Deutschland

  1. eine Kürzung hoher Renten. Derzeit zahle der Bund pro Jahr bereits 110 Milliarden Euro für die Renten, ein Viertel des Haushalts.
  2. Beitragssätze "jetzt schon anheben, um die starke Babyboomer-Generation, die bald in Rente geht, noch an den Kosten zu beteiligen".
  3. Zudem bekräftigte Schnitzer die Forderung des Wirtschaftsweisen-Rats, das Renteneintrittsalter allmählich bis auf 70 anzuheben.

Quelle: https://www.t-online.de/finanzen/unternehmen-verbraucher/verbraucher/id_100108484/rente-wirtschaftsweise-schnitzer-will-hohe-renten-senken-und-beitraege-anheben.html

ad 1: Rentenbeiträge werden in einen Versicherungsvertrag einbezahlt. Deutschland hat nachweislich mit dem sogenannten "Generationenvertrag" auf das falsch Pferd gesetzt. Dies ist seit Jahrzehnten bekannt. Selbst 1970 war der demografische Wandel schon bekannt und die Politik hat nichts geändert. "Die Renten sind gesichert", diese Proklamation des damaligen Ministers Norbert Blühm klingt der älteren Generation heute noch wie Hohn in den Ohren. Das einzige Mittel, welches die Politik einsetzte war bis dato nahezu eine Halbierung der Renten und nun auch noch die Besteuerung. Das Schlimmste aber ist der Diebstahl von mindestens einer Billion Euro aus den Rentenkassen. Wenn heute der"Staat" (die arbeitende Bevölkerung wäre richtig) 110 Milliarden ins Rentensystem einzahlen muss um die fast niedrigsten Renten in der EU zu finanzieren, ist dies genau davon die Konsequenz. Wäre kein Geld zweckentfremdet entnommen worden, gäbe es kein Problem. Die Pensionäre (Beamten i.R.) werden natürlich nicht angetastet und bekommen selbstverständlich die nahezu 30% höheren Altersbezüge. Die Kürzung hoher Renten erwirtschaftet maximal 3% des vermeindlichen Defizites. Kennt die Dame die Zahlen nicht, hat sie eine eklatante Mathematikschwäche oder ist sie nur ein assoziales Element der Elite?
ad 2: Beitragsätze anheben in einem Land mit den zweithöchten Einkommenssteuern in der EU? Das bedeutet, dass die staatlich gewünschten Babyboomer nun das Komplettversagen der Politiker mitbezahlen sollen. Eine derartig perverse und diskriminierende Vorgehensweise gehört in den Phantasiebereich von Despoten.
ad 3. Rentenalter herufsetzen. Ja, die Menschen werden älter und eine solche Arbeitszeitverlängerung ist Menschen, die nahezu keinen körperlichen und Arbeitsstress haben theaoretisch auch zumutbar. Aber welche Gruppe außer einem Teil der Beamten gibt es da noch? Vielleicht die ganzen staatlichen Institute, die lediglich als Ent- und Versorgungseinrichtungen von Amigos und erfolglose Listenpolitiker eingerichtet wurden? Auch in der Frage des Rentenalters stehen wir wieder in der Spitzengruppe der EU. Andererseits sind wir die größten Zahler in der EU und unsere Politiker verschleudern das hart verdiente Geld der Arbeiterschaft nicht nur in die eigenen Taschen, sondern in die ganze Welt.

Ich spare mir in diesem Fall wieder einmal sämtliche Statistiken und Quellen anzufügen. Diese habe ich schon oft genug gepostet und wer es immer noch nicht weiß, der sollte sich eben auch mal selbst informieren, z.B. bei der OECD, dem statistischen Bundesamt usw.

Unser Land ein ein nahezu unerschöpfliches Sparpotential. Angefangen mit den ganzen Größenwahnsfantasien, wie größtes Parlament oder größten Regierungssitz, bis hin zur Bezahlung fremder Kriege, Entwicklungshilfe der größten Volkswirtschaft der Welt (China), überdimensionierte Ministerien und Gehälter, Feigheit die wirklich Reichen an den Kosten zu beteilgen ... Man könnte hier so viel Einsparpotential aufzählen, dass die Liste den 24-bändigen Brockhaus als Taschenbuch erscheinen ließe.

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